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CD-Produktion & Streaming-Konzert "Iphigenia in Aulis"

Erst-Wiederaufführung einer Barockoper von Carl Heinrich Graun (1704-1759)

in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky.

 

Wir freuen uns sehr, mit unserem Streaming-Konzert im März 2021 über 1200 Online-Zuschauer erreicht zu haben! Corona zum Trotz konnten wie so auch in diesem Jahr unsere beliebte Reihe der Erst-Wiederaufführung bisher unveröffentlichter Werke der hamburgischen Musikgeschichte fortsetzen. Die rund einstündige Aufführung präsentierte die musikalischen Höhepunkte der Graunschen Iphigenia. Anstelle der leider verloren gegangenen Rezitative führte Marcus Stäbler in pointierten Moderationen durch die Irrungen und Wirrungen der Handlung.

 

Nun müssen wir uns alle etwas gedulden, bis die parallel zum Streaming-Konzert eingespielte "Iphigenia"-CD bei unserem Hauslabel cpo erscheinen wird, und wir die wunderbare Musik aus der Feder Carl Heinrich Grauns erneut genießen können.

 

Die Geschichte der Königstochter Iphigenie, die von ihrem Vater Agamemnon geopfert werden soll, gehört zu den klassischen Tragödien der griechischen Antike, die das Theater bis heute zu immer neuen Interpretationen inspirieren und die Zuschauer fesseln. Mit gerade einmal 24 Jahren begeisterte sich auch Carl Heinrich Graun an dem Stoff und komponierte vor 290 Jahren die “Iphigenia in Aulis”. Seine jugendlich frische und farbenfrohe Musik erklang zuletzt im Jahr 1731 auf der Bühne der hamburgischen Gänsemarkt-Oper. Im Zentrum des Werks steht die freiwillige und selbstlose Aufopferung der Iphigenie in den Zeiten der gesellschaftlichen Krise. Vaterliebe und Königspflicht, Treue und Verrat, Ironie und Intrigen und eine Hochzeit als Schlussakkord bieten alle Zutaten für eine opulente und abwechslungsreiche Barockoper.

 

Mit der erstmaligen CD-Einspielung dieser Opern-Rarität bringen wir ein wahrhaft originelles Werk zurück ans Tageslicht und beleuchten nach dem 2020 erschienen "Polydorus" erneut das bisher zu Unrecht vernachlässigte deutschsprachige Opernschaffen Carl Heinrich Grauns.

 

Das barockwerk hamburg dankt für die großzügige Unterstützung durch die Rudolf Augstein Stiftung, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaften und Kultur, die Hamburgische Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve, die Katharina und Gerhardt Hoffmann Stiftung, die Kleio-Stiftung Hamburg, die Alfred Toepfer Stiftung, die Kulturbehörde Hamburg, sowie für die Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART kULTUR.

 

CD-Neuerscheinung: "Polydorus" von Carl Heinrich Graun

 

 

Vertauschte Identitäten, geldgierige Könige, mordhungrige Königinnen und Prinzen, die ihre Eltern verachten: Der dramatische Plot der Barockoper "Polydorus" um Ereignisse im Trojanischen Krieg bot dem jungen Carl Heinrich Graun beste Gelegenheit, sein ganzes kompositorisches Können zu präsentieren. Im Jahr 1735 bejubelte das hamburgische Publikum dieses Werk auf der Bühne der Gänsemarkt-Oper. 

 

Als Ersteinspielung in Form einer Doppel-CD freut sich das barockwerk hamburg Grauns Fünfakter dem heutigen Publikum wiederum vorstellen zu können.

 

 

 

 

 

 

Carl Heinrich Graun (1704-1759)

 

"Polydorus", Opera in 5 acts

 

Bestellnummer: cpo 555 266-2

 

Hanna Zumsande, Soprano • Ilione

Santa Karnīte, Soprano • Andromache

Alon Harari, Alto • Polidorus

Mirko Ludwig, Tenor • Deiphilus, Geist des Deiphilus

Fabian Kuhnen, Bass • Polymnestor

Ralf Grobe, Bass • Pyrrhus

Andreas Heinemeyer, Bass • Dares

 

barockwerk hamburg

Violin I: Micaela Storch-Sieben (concertmaster), Rupert Dintinger, Christiane Hampe

Violin II: Katrin Ebert, Galina Roreck

Viola: Stephan Sieben, Rafael Roth, Julia Stegmann

Violoncello: Sven Holger Philippsen, Christoph Harer

Violone: Bernd von Ostrowski

Transversflute: Idan Levi, Polina Gorshkova

Oboe, Oboe d’amore: Anabel Röser, Christiane Ascheberg

Horn: Joaquim Palet, Johannes Birk

Bassoon: Steffen Voss

Lute: Johannes Gontarski

Organ and Harpsichord: Olga Chumikova

Harpsichord and Direction: Ira Hochman

Das Goldene Vlies – entstaubt und im Kasten!

 

Liebe und Lebensgefahr, Zauber und Komik, Mystik und göttliche Einmischung- was seit etwa 300 Jahren unbeachtet in der Staatsbibliothek zu Berlin siechte, erblickte nun wieder Tageslicht und setzte eine Reihe von außergewöhnlichen Opernproduktionen im Rahmen der Musikreihe im Lichthof der Staatsbibliothek fort - die nunmehr auch bald auf Doppel-CD erscheinen!

 

Vier Tage voll großartiger Musik, extremer Konzentration und komplexer Logistik liegen hinter uns-  ganz besonderer Dank gilt der Konzertmeisterin Micaela Storch-Sieben und dem großartigen Tonmeister Piotr Furmanczyc, unseren Solisten

 

Eeta – Konstantin Heintel  (Bass)

Medea – Hanna Zumsande (Sopran)

Jason – Andreas Heinemeyer (Bass)

Hissifila – Geneviève Tschumi (Alt)

Assirtus – Ralf Grobe  (Bass)

Filaura – Catherina Witting (Sopran)

Sarfax – Mirko Ludwig (Tenor)

Pallas, Iris & Phoebus,  - Santa Karnīte (Sopran)

 

sowie dem gesamten Ensemble und allen Beteiligten!

 

Die wunderbaren Bilder unseres Fotografen Peter Hundert geben schöne Vorahnung auf die bald erscheinende Aufnahme von Georg Caspar Schürmanns Oper "Jason oder die Eroberung des goldenen Vließes":

11. und 12. März 2020 - "Kompositionen für Könige, Kirchen und Kaufleute - Georg Philipp Telemann" 

 
 

Mittwoch, den 11. und Donnerstag, den 12. März 2020, jeweils 19:00 Uhr  im Lichthof im Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Eingang Edmund-Siemers Allee / Ecke Grindelallee

 

Einführender Vortrag, Mittwoch, 11. März, 18 Uhr Vortragsraum der Bibliothek (1. Etage), Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg / Eintritt frei

Im Blog: https://blog.sub.uni-hamburg.de/?p=28728

 

 

Das für seine außergewöhnlichen Programme bekannte Ensemble barockwerk hamburg setzt  seine Konzertreihe von unveröffentlichten und bisher nicht wiederaufgeführten Werken am 11. und 12. März 2020, 19 Uhr, in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg fort: diesmal zunächst mit drei späten Werken für die englischen Könige Georg II. und seinen Thronfolger und Enkel Georg III. Es handelt sich um die Kantaten Bleibe, lieber König, leben(TVWV 13:21), Lieber König, du bist tot (TVWV 4:15) sowie die Kantate Großmächtigster Monarch der Britten (TVWV 12:11). Anders als der aus den Texten abzuleitende Anlass und die Bestimmung der Kantaten ist das Rätsel um den oder die anglophilen Auftraggeber der höchst virtuosen und einfallsreichen Kantaten für Bass, Sopran, Trompeten, Pauken, Traversflöten, Streicher und Basso Continuo bis heute gänzlich ungelöst.

 

Aus dem Bereich der Hamburger Kirchenmusik wird die zur Zweihundertjahrfeier der Augsburgischen Konfession in St. Katharinen uraufgeführte Kantate Du bleibest dennoch unser Gott (TVWV 13:9b) erklingen, dazu außerdem die Kantate Gib, daß ich mich nicht erhebe (TVWV 1:621), die bei ihrer ersten Aufführung einen regelrechten Skandal erzeugte: „Daß solch Zeug nicht müste in der Kirche abgesungen werden“, lautete damals die Beschwerde eines angesehenen Hamburger Kaufmanns gegenüber dem Geistlichen Ministerium.

 

Neben der Sopranistin Hanna Zumsande, die dem barockwerk hamburg bereits durch zahlreiche Konzerte eng verbunden ist, konnte für dies Programm zum ersten Mal der namhafte Bassbariton Dominik Wörner, Preisträger des Leipziger Bach-Wettbewerbs, gewonnen werden.

 

In Kooperation mit dem Musikwissenschaftler und Telemann-Forscher Dr. Jürgen Neubacher konnten die schwierigen Notations- und Textfragen bei den Kantaten gelöst und modernes Notenmaterial erstellt werden. So können diese in unserer Stadt entstandenen Werke, die Hamburgs damaliges politisches, kirchliches und kommerzielles Leben in die Gegenwart hinein spiegeln, nun wieder dem Hamburger Publikum zugänglich gemacht werden. 

 

Eintritt: 19 €, Ermäßigung: 50% für Schüler und Studenten

Kartenvorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Tel.: 040 455 802, Abendkasse

 

Fotos: Konzert der Oper "Jason oder die Eroberung des goldenen Vließes" von Georg Caspar Schürmann im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek vom 21. März 2019 

Veröffentlichung: Unsere neue CD "Kommt, lasset uns anbeten - Inauguration Cantatas for Hamburg and Altona" vom Georg Philipp Telemann ist seit April 2019 im Handel erhältlich

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